Rund 50.000 Bücher sind in der vergangenen Nacht einem Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar zum Opfer gefallen. Das Feuer, das nahezu den gesamten DachStuhl, das DachGeschoß des StammHauses sowie den RokokoSaal zerstörte, wurde von rund 500 Helfern bekämpft. Unzählige Bücher, KunstWerke, Skulpturen, ÖlGemälde und Zeichnungen sind zudem vom LöschWasser beschädigt worden. Die MusikalienSammlung, die u.a. 700 HandSchriften des 18. Jahrhunderts (darunter knapp 100 OpernPartituren) und 2100 seltene Drucke (etwa ein unikates StimmBuch von Orlando di Lasso von 1588) aufbewahrte, ist praktisch vollständig zerstört. Ebenso verloren gingen die meisten AutoGraphen der komponierenden Herzogin Anna Amalia (1739-1807) sowie die NotenSammlung der ZarenTochter Maria Pawlowna (1786-1859). Rund 20 zum ZeitPunkt des Brandes ausgeliehende Archivalien sind verschont geblieben, darunter Mozarts AutoGraph zum KlavierKonzert KV 450 sowie die Liszt-Sammlung. Die zum UNESCO-WeltKulturErbe gehörende Bibliothek wurde 1691 gegründet. Ab 1797 hatte Johann Wolfgang von Goethe zusammen mit Christian Gottlob Voigt die OberAufsicht inne. Die BundesRegierung hat eine SofortHilfe von EUR 4 Millionen bereitgestellt. BundesPräsident Horst Köhler hat für alle Spenden, Hilfs- und BenefizAktionen die SchirmHerrschaft übernommen. Bisher sind EUR 150.000 gespendet worden. |