Die älteste erhaltene musikalische HandSchrift in Neumen findet sich im Codex »München Clm 9543 fol. 199v«: die OsterProsulla Psalle modulamina — geschrieben zwischen 817 und 834 n.Chr. von dem Mönch Engyldeo von Regensburg. Unter Neumen versteht man normalerweise die Notation des gregorianischen Chorals, die man jedoch genauer als lateinische Neumen bezeichnet.
Weiterhin sind auch die Notationen der einstimmigen Musik der OstKirchen als Neumen anzusprechen. Da in diesem Zusammenhang die Musik des Ostens leider gänzlich unerwähnt bleiben muß, sind mit dem Begriff der Neumen hier zumeist die lateinischen gemeint. Erwähnt sei jedoch, daß die Neumen die größte Verbreitung von allen älteren NotationsFormen erfahren haben.
So gibt es neben den Neumen in ganz Europa auch solche im Nahen Osten (Palästina, Libanon, Syrien) sowie bis zum Kaukasus (Armenien, Georgien). Zur NeumenSippe gehören also lateinische (west- und zentraleuropäische), byzantinische, slavische, armenische und georgische Neumen.
|